Anatomie Mensch Online Version des populären Anatomie Atlas Erlebnis Mensch 2.0
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    Der Körper des Menschen - Anatomie Mensch

Speiseröhre und Magen

SpeiseröhreDie Speiseröhre (Oesophagus) beginnt unmittelbar hinter dem Kehlkopf (Larynx) und mündet unter dem Zwerchfell (Diaphragma) im Magen (Gaster).

Der etwa 25 Zentimeter lange, muskulöse Schlauch besteht aus vier Gewebeschichten.

Die innere Schleimhaut ermöglicht durch ihre Gleitfähigkeit das Passieren der zerkleinerten Nahrung.

Die nächste Schicht aus stabilen Muskelfasern wird ihrerseits schützend von einer äußeren Bindegewebsschicht umhüllt. Durch wellenauslösende Kontraktionen der Speiseröhrenmuskulatur wird der Speisebrei in den Magen befördert.

Die hier beginnende Peristaltik setzt sich im Dünn- (Intestinum tenue) und Dickdarm (Colon) fort.

 

Der Magen mit dem ZwölffingerdarmDer Magen (Gaster) ist ein muskulöser, gebogener Behälter, der die Nahrung durch Kontraktionen von der Speiseröhre (Oesophagus) zum Zwölffingerdarm (Duodenum) transportiert.

Die dicke Magenschleimhaut enthält einen salzsäurehaltigen Magensaft und Enzyme: Proteine, die chemische Reaktionen im Körper beschleunigen.

Verdauungsenzyme bauen im Darm die Nahrung ab. Die Schleimhaut, die sich alle drei Tage neu bildet, verhindert, daß die Mageninnenwand sich selbst verdauen kann. Durch die stark ätzende Magensäure wird die Nahrung von Krankheitserregern befreit und für die weitere Verdauung präpariert.

Der mit Magensaft durchsetzte Brei gelangt anschließend portionsweise in den Dünndarm (Intestinum tenue). Wenn die Magenmuskulatur arbeitet, obwohl der Magen bereits leer ist, fängt dieser an zu "knurren": Er kontrahiert, ohne daß es etwas zu verdauen gibt. Das dabei eintretende Hungergefühl signalisiert unserem Gehirn, daß es an der Zeit ist, wieder etwas zu essen

Essen

Der Magen faßt etwa 1,5 Liter Nahrung. Ein besonderes Gehirnhormon - das Cholesystokinen - reguliert das Hungergefühl.

Bei manchen Menschen ist es in hohem, bei anderen nur in geringem Ausmaß vorhanden. Letztere haben daher besonders häufig das Bedürfnis, etwas zu essen. Aus diesem Grunde wird das Hormon in der Medizin auch als Mittel bei Ernährungsstörungen eingesetzt.